Sonnet 57

Being your slave, what should I do but tend

Upon the hours and times of your desire?
I have no precious time at all to spend,
Nor services to do, till you require.
Nor dare I chide the world-without-end hour
Whilst I, my sovereign, watch the clock for you,
Nor think the bitterness of absence sour
When you have bid your servant once adieu;
Nor dare I question with my jealous thought
Where you may be, or your affairs suppose,
But, like a sad slave, stay and think of nought
Save, where you are how happy you make those.
So true a fool is love that in your will,
Though you do any thing, he thinks no ill.

 

by William Shakespeare

 

Der Panther

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe

so müd geworden, daß er nichts mehr hält.

Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe

und hinter tausend Stäben keine Welt.

 

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,

der sich im allerkleinsten Kreise dreht,

ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,

in der betäubt ein großer Wille steht.

 

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille

sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,

geht durch der Glieder angespannte Stille -

und hört im Herzen auf zu sein.

 

by Rainer Maria Rilke

 

Lab

Kleine weiße Pfoten tapsen über den Boden

Dieser hat Löcher und schneidet an den Sohlen

Eine kleine weiße Nase schnuppert in die Luft

Doch das was sie riecht ist Krankenhausduft

Ein kleines weißen Mäulchen schleckt an der Flasche

Das wasser ist keimfrei, tropft nicht auf die Masche

Kleine rote Äuglein suchen nach Leben

Doch sind die einfach völlig von Nacht umgeben

Wo sind all die Andren, die Freunde, die Tiere?

Niemand ist da, nur Gestank nach Verwesung und Schmiere

 

Plötzlich hören die Ohren ein leises Knarren

Die Pfötchen wollen am liebsten vor Aufregung scharren

Aber der Boden besteht nur aus hartem Draht und Gittern

So bleibt man sitzen und kann nur ängstlich zittern

Ein Lichtschein dringt von draussen nach drinnen

Blitzt über die Augen, lässt das Blut fast gerinnen

Dann ein Knarren, so laut wie ein Schlag

Dann zwei Hände, so groß wie ein Sarg

Sie packen die arme, hilflose Kreatur

Diese hat Schmerzen von vorheriger Prozedur

 

Doch das Leiden geht weiter, tagein und tagaus

Bis sie die Qualen nicht mehr hält aus

Und am Ende der Tod endlich gewinnt

Über das Leben von diesem geschudenen Kind

Wir müssen sie schützen vor so einer Qual

Sie trifft keine Schuld an unserer Wahl

Sie hatten keine einzige Stimme zu vergeben

Sie würden nie quälen um selber zu leben

So schwöre ich Dir und ich weiß das es hält

Sie sind besser als ich, Du und die Welt.

 

by Himmelblau

 

Bindungsangst

die Freiheit ist uns heut das Liebste

gebunden hälts keiner mehr aus

unendlich viel Flexibilität die kriegste

was nehmen wir uns dafür raus?

 

"fest gebunden" was für ein Wort!

wer das hört dem wird ganz bange

lieber gehen wir schnell fort

niemand bleibt heut noch gern lange

 

was heißt es schon, spricht man von lange?

hört man dann für immer!

jeder küsst heut jeden auf die Wange

nur allein sein ist noch schlimmer

 

alle haben Angst, alle haben Panik

aber keiner, keiner gibt es zu

wir leben einfach alle voll mechanisch

so hat jeder und doch keiner seine Ruh

 

das Wichtigste ist immer stark zu sein

und das am besten ganz und gar allein

Freundschaft, Liebe ist nur was für Schwache!

was bleibt uns doch? Hass, Schmerz und Rache.

by Himmelblau

 

Songtexte von HIM

Can't you see my darling
That the harder i try
The more we grow apart
Please believe me
The sweeter the kiss
The colder turn your arms
And the colder grows your heart
And baby more i love you

I hold your hand in mine
I hold your hand and you're so lonely
Oh so lonely
Your eyes have lost their light
Your eyes have lost their light and you're empty
Oh my God you're so empty

Love's icy tomb
Dug open for you
Lies in a cemetery that may has my name
Love's fiery tomb
From me to you
Rips your heart out and leaves
you bleeding with a smile on your face

Heal me
I begged and love said no
Leave me
for dead and let me go
Kill me
I cried and love said no
Kill me
I cried and love said no

Melinda was mine 'til the time that I found her
Holdin' Jim
And lovin' him
Then Sue came along, loved me strong, that's what I thought
But me and Sue,
That died, too.
Don't know that I will but until I can find me
A girl who'll stay and won't play games behind me
I'll be what I am
A solitary man
I've had it to here - being where love's a small world
A part time thing
A paper ring
I know it's been done havin' one girl who loves you
Right or wrong
Weak or strong
Don't know that I will but until I can find me
A girl who'll stay and won't play games behind me
I'll be what I am
A solitary man  

Love's the funeral of hearts
And an ode for cruelty
When angels cry blood
On flowers of evil in bloom
The funeral of hearts
And a plea for mercy
When love is a gun
Seperating me from you